SVW landet Befreiungsschlag

Der SV Wendelskirchen hat mit einem hochverdienten 3:1 Sieg beim SV Aholming einen Befreiungsschlag gelandet und sich im Abstiegskampf der Kreisklasse Dingolfing etwas Luft verschafft.


Von der ersten Minute an legten die Wendelskichner Lauffreude und Siegeswillen an den Tag und erspielten sich Chance um Chance. Doch weder Daniel Neumeier, Markus Steinmeier oder Lorenz Rothlehner konnten den Ball im gegnerischen Gehäuse versenken. Franz Haslbeck machte es nach 33. Spielminuten besser als er nach einer präzisen Freistoßflanke von Michael Steinmeier am höchsten stieg und zur viel umjubelten Führung ein nickte. Die Gastgeber versuchten der Wendelskirchner Offensivpower eine harte Zweikampfführung entgegenzusetzen und die Abwehr durch weite Bälle zu überlisten, konnten sich aber keine nennenswerte Torchance erspielen. So war es ausgerechnet ein Wendelskirchner der in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit ins eigene Tor verlängerte. In der Halbzeitpause musste man nicht nur den Schock des späten Gegentores verarbeiten, sondern auch die Verletzung von Torhüter und Spielführer Stefan Rothlehner hinnehmen. Somit kam Ersatztorhüter Dominik Steinbrunner zum Debüt, der seine Aufgabe tadellos erledigte. Angetrieben von Ersatzkapitän Michael Steinmeier erhöhte der SVW nochmals das Tempo und legte auch in der zweiten Halbzeit ein sauberes Passspiel an den Tag. Wiederum war es Franz Haslbeck der seine Mannen in Front brachte. Erneut bewies er seine ungeahnte Kopfballstärke als er nach einer Ecke seine 171 Zentimeter in die Luft schraubte und freistehend das Spielgerät ins Tor köpfte (66. Spielminute). Kurz darauf kamen die Aholminger das einzige Mal gefährlich vor das Tor, als eine scharfe Freistoßflanke durch den Wendelskirchner Strafraum segelte. Doch Steinbrunner eilte aus seinem Kasten und pflückte die Flanke gekonnt herunter. Für die Vorentscheidung sorgte Sturmführer Rothlehner, der einen Konter über Johannes Haslbeck zum 3:1 in Torjägermanier vollstreckte (72. Spielminute).
Nach dem Spiel sprach Trainer Aydin Öztürk von einem verdienten Sieg. Obwohl seine Mannschaft es versäumte den Sack bereits in der ersten Hälfte zu zumachen, hat sie in der zweiten Spielhälfte nochmals den Druck erhöht und ist letztendlich für ihre couragierte Leistung belohnt worden. Neben Doppeltorschütze Haslbeck, war Neuzugang Philipp McNair einer der auffälligsten Akteure, da er durch eine konzentrierte Abwehrleistung der Defensive die zuletzt vermisste Stabilität gab.
Auch die zweite Mannschaft betrieb einen hohen Aufwand, musste sich aber einem zu starken Gegner geschlagen geben. Nachdem Routinier Gerhard Köck den zwischenzeitlichen 1:1 Ausgleich erzielt hatte, keimte zwar kurz Hoffnung auf. Diese wurde jedoch durch eine zu kurze Kopfballabwehr und dem folgenden Gegentreffer wieder zunichte gemacht. Reservetrainer Alexander Schätz machte seiner Truppe keinen Vorwurf, schließlich habe sie alles versucht, doch war der Gegner an diesem Tage einfach ein Stückchen besser.

Quelle: Dingolfinger Anzeiger