Einstimmiger Vertrauensbeweis für neue Vereinsführung

SV Wendelskirchen feiert heuer 50-jähriges Vereinsjubiläum

 

Die neue Vorstandschaft zusammen mit den Ehrenvorständen Norbert Strebl (vorne links) und Markus Plötz (vorne rechts) sowie Bürgermeister Günter Schuster.

Wendelskirchen. (ko) Eine reibungslos verlaufene Jahreshauptversammlung und einstimmige Vorstandswahlen sind in aller Regel ein deutlicher Beleg dafür, dass die Struktur in einem Verein bestens ist. Und in der Tat, der SV Wendelskirchen ist auch im fünfzigsten Jahr seines Bestehens diesbezüglich gut aufgestellt. Der Feier des 50-jährigen Vereinsjubiläums im Juni dieses Jahres kann man voller Zuversicht entgegensehen.

Der Gruß von Versammlungsleiter und Vorstand Kurt Lachmann galt neben den zahlreich erschienenen Mitgliedern namentlich dem Ersten Bürgermeister Günther Schuster, den Ehrenvorständen, Zweiter Bürgermeister Norbert Strebl und Markus Plötz, einigen weiteren Ehrenmitgliedern, den Platzwarten, den Vorstandschafts- und Festausschussmitgliedern sowie den Vorständen der anderen Ortsvereine.
Nach dem Gedenken an die im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder und einem gemeinsamen Essen gab der scheidende Vorstand Gerhard Köck seinen Rechenschaftsbericht. Mit derzeit 449 Mitgliedern gehört der SVW zu den großen Vereinen in der Gemeinde. Neben den sich alljährlich wiederholenden Terminen ging Köck vor allem auf die zahlreichen Arbeitseinsätze auf dem und rund um den Sportplatz sowie auf Vereinsveranstaltungen wie das herkömmliche Fischessen am Karfreitag, das Weinfest und die Christbaumversteigerung ein. Als Einnahmequellen seien sie unverzichtbar für den Verein. In seinem Ausblick auf das neue Jahr sprach Köck neben den gesteckten sportlichen Zielen in den einzelnen Sparten vor allem auch das bevorstehende Vereinsjubiläum an, welches man an fünf Tagen Mitte Juni zu feiern gedenkt. In bislang neun Ausschusssitzungen habe man den Veranstaltungsrahmen vom 13. bis zum 17. Juni in allen wesentlichen Punkten bereits abgesteckt. Eingebunden sein werden nicht nur die einzelnen Sparten und der Jugendbereich, auch der gesellige Teil mit Ehrenabend, Ehrungen, Festgottesdienst und die Bewirtung der Gastvereine und Gäste soll neben dem Sport nicht zu kurz kommen. Der Kassenbericht von Patrick Vohburger zeigte eine solide finanzielle Basis des Jubelvereins auf, so dass die anschließende einstimmige Entlastung auf Vorschlag der Kassenprüfer nur noch Formsache war.
Die
Spartenleiter gaben anschließend ihre Rechenschaftsberichte. Zum AH-Spielbetrieb meinte der scheidende Vorstand Köck, dass man sich künftig verstärkt auf Kleinfeldturniere konzentrieren wolle. An die jüngeren Spieler appellierte er, sich auch für einen AH-Einsatz zur Verfügung zu stellen, um einen vernünftigen Spielbetrieb aufrecht erhalten zu können. Für die Aerobic-Abteilung sei man derzeit auf der Suche nach einem Trainer, um hier das Angebot entsprechend erweitern zu können. Hinsichtlich des Spielbetriebs bei den Senioren meinte Abteilungsleiter Daniel Kadur, dass man bereits von Beginn der Spielrunde an den Erhalt der Klasse als realistische Zielsetzung ausgegeben habe. Die mangelnde Chancenauswertung sei seiner Meinung nach einer der wesentlichen Gründe dafür, dass man derzeit in der zweiten Tabellenhälfte rangiere. Mit den bislang erreichten 22 Punkten habe man sich einen kleinen Vorsprung auf den Relegationsplatz erspielen können. Angesichts einer regen Jugendarbeit, teils auch in Zusammenarbeit mit dem benachbarten FC Aham, sollte es der SVW schaffen können, in den kommenden Jahren wieder in ein sportlich ruhigeres Fahrwasser zu kommen. Wie Jugendleiterin Marina Plötz in diesem Zusammenhang mitteilte, bleibe die Zusammenarbeit in einer Spielgemeinschaft mit Aham auch weiterhin bestehen, da man wie so viele andere Vereine auch, mit rückläufigen Spielerzahlen im Jugendbereich zu kämpfen habe.
Der Spartenleiter Tennis, Klaus Wiesbeck, gab abschließend einen kurzen Überblick über den Tennisbetrieb. Trotz des eher bescheidenen sportlichen Erfolgs in der vergangen Runde (6. Platz bei sieben Teilnehmern) werde man sich auch in der neuen Saison wieder mit einer Herrenmannschaft am Spielbetrieb beteiligen. Zum 50-jährigen Vereinsjubiläum plant man die Abhaltung eines Schleiferlturniers und die Terminierung eines Punktspiels am Jubiläumssamstag.
In seinem Grußwort überbrachte Bürgermeister Günter Schuster seine Glückwünsche zum fünfzigsten
Geburtstag des SVW. Besonderes Lob hatte für die vorbildliche Pflege der Sportanlage parat. Auch die ausgezeichnete Jugendarbeit wusste er entsprechend zu würdigen. Immerhin hat der SVW derzeit 110 Jugendliche in seiner sportlichen Betreuung. Gerade angesichts der bevorstehenden Jubiläumsfeierlichkeiten appellierte Schuster an den Zusammenhalt im Verein und die Aufrechterhaltung des großen ehrenamtlichen Engagements der Sportler.
Dass die innere Struktur im Jubiläumsjahr bei den Fußballern in sich stimmig ist, zeigten die anschließend durchgeführten Neuwahlen. Sie waren bestens vorbereitet, konnten satzungsgemäß per Akklamation durchgeführt werden und erbrachten durchwegs einstimmige Ergebnisse für alle vorgeschlagenen Kandidaten. Zu gleichberechtigten Vorständen gewählt wurden Manfred Kammermeier, Josef Plötz und Patrick Vohburger. In die Kassenverwaltung teilen sich Theo Steinmeier, Michael Steinmeier und Andreas Zweck. Das Amt der Schriftführer bekleiden Marina Plötz, Daniel Kadur und Ludwig Czapka. Zu Beisitzern wurden Christian Laimer, Benedikt Stumpf und Marco Lachmann bestimmt. Aus der bisherigen Vorstandschaft ausgeschieden sind auf eigenen Wunsch die Vorstände Kurt Lachmann und Gerhard Köck sowie Beisitzer Rudolf Ertl. Als herausragende Leistung im Ehrenamt erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass Kurt Lachmann in der 50-jährigen Vereinsgeschichte über einen Zeitraum von 35 Jahren der Vorstandschaft angehörte. Davon trug er in den letzten 15 Jahren als einer der drei Vorstände des SV Wendelskirchen Verantwortung.
Damit wird der SV Wendelskirchen auch im Jubiläumsjahr wiederum von einer engagierten, teils erfahrenen, teils neuen Mannschaft geführt. Assistiert von einem routinierten Festausschuss kann der Jubelverein damit sicherlich auch im fünfzigsten Jahr seines Bestehens nachdrücklich unter Beweis stellen, dass man sowohl sportlich als auch gesellschaftlich und im Ehrenamt seiner Rolle als einer der großen Vereine im Gemeindegeschehen gerecht zu werden versteht.

Die neuen Vorstände und Bürgermeister Schuster verabschiedeten Kurt Lachmann (vorne rechts), Gerhard Köck und Rudolf Ertl (hintere Reihe, von rechts), die auf eigenen Wunsch aus der Vereinsführung ausgeschieden sind.